Freddy Kottulinsky
ist am 04. Mai im schwedischen Karlstad verstorben und wurde am 28.Mai in Schleiz beerdigt.
Freddy Kottulinsky bei der Sitzprobe im Kaimann Super Vau 2007 in Schleiz
und auf der Strecke
Graf Freddy (Wilfried) Kottulinsky, Freiher von Kottulin wurde am 20.07.1932 in München geboren. Der Spross eines alten habsburgisch-oberschlesischen Adelsgeschlechtes wanderte 1953 nach der Ausbildung nach Schweden aus, gründete dort eine Kfz-Werkstatt und stieg 1958 in den Motorsport ein. F3-Siege machten den Grafen europaweit bekannt. 1966 wurde er auf Lotus-35 Schwedischer F3-Champion. Mit Ronny Peterson und Torsten Palm holte er 1970 der F3-Nationen-Cup nach Schweden.
Im ATS-Lola, den er ganz maßgeblich mitentwickelte, fuhr er in der Formel Super Vau. Er gewann 1974 den Formel-Super-VW-EM-Gold-Cup. Immer wieder zitierten Gerüchten zur Folge wurde ihm damals wegen der eindrucksvollen Erfolgsserie nahegelegt, die Klasse zu wechseln ...
Freddy startete 1980 bei der Rallye Paris Dakar und wurde erster VW-Sieger bei dieser Rallye auf dem allradgetriebenen Iltis.
Verdient gemacht hat sich Graf Kottulinsky in besonderem Maße um den Wiederaufbau der Rennstrecke „Schleizer Dreieck“, wo er bis 2009 auch mit seiner Ehefrau, die er bei einem Formel 3-Rennen dort kennengelernt hatte, lebte. In Schleiz war er ein gerne gesehener und regelmäßiger Gast in unserem Fahrerlager und kehrte 2008 sogar ins Cockpit von Joe Willenparts Kaimann-Super-Vau zurück. Nach dem Tod seiner Frau verließ Freddy Schleiz und lebte bei seiner Tochter Susanne in Schweden. Rennen fuhr er dort natürlich auch.
Sein letztes Einsatzjahr bestritt Freddy Graf Kottulinsky mit Schwedischer Fahrerlizenz, der 50. in ununterbrochener Reihenfolge!
Die Historische Formel Vau Europa wird einem vorbildlichen Sportler und sympathischen Sportfreund ein ehrendes sportliches und menschliches Andenken bewahren.
(Text teilweise in Anlehnung an Hans Schmidt, HTS)